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Projekt
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Die ehemaligen Abgrabungen
der Lenz-Ziegler-Reifenscheid GmbH im Bereich der Volkacher Mainschleife
bilden ein Verbundsystem kleinerer und größerer Baggerseen,
die sich eng an die letzte freie Fließstrecke des schiffbaren Mains
anschmiegen. Entstanden durch die Gewinnung des Mainsandes fügen sich
diese Seen nicht nur optisch eindrucksvoll in die sensible Landschaft am
Altmain ein. Bei der Wiederherrichtung der Abgrabungen wurde seitens des
Unternehmens auch in besonderem Maße darauf geachtet, Anforderungen
der Natur gerecht zu werden. Das Verbundsystem präsentiert sich heute
als vielfältiger Lebensraum eines breiten Artenspektrums.
Wissenschaftliche Untersuchungen
und Daten aus über 25 Jahren Artenzählungen, durchgeführt
vom haupt- und ehrenamtlichen Naturschutz, belegen diese Vielfalt. |
So
wurden bereits 177 Arten registriert, die auf der „Roten Liste“ stehen,
davon 69 Vogelarten. Die Ursache für das einzigartige Artenspektrum
findet sich in der besonderen Vielfalt landschaftlicher Strukturen, die
das Verbundsystem der Baggerseen in Kombination mit der Fließstrecke
des Altmains bietet. Reich strukturierte Ufer mit Auwald, Strauch- und
Gebüschzonen, Wiesen oder Schilfgürteln, großzügige
Wasserflächen, Flachwasserzonen - mit diesen Elementen stellen die
Kiesteiche eine ideale Ergänzung zur Fließstrecke dar. Von diesem
Nebeneinander von Stillwasserzonen und Strömungsbereichen im Verbundsystem
profitieren besonders die Wasservögel. So dienen die Kiesgruben als
Ruhezonen mit ausreichenden Fluchtdistanzen, während die Fließstrecke
des Altmains für Aufenthaltsänderungen ohne großen körperlichen
Aufwand genutzt wird. An eisfreien Wintertagen nehmen die großen
Baggerseen die meisten Vögel auf, während sich bei zunehmender
Vereisung fast das ganze Vogelleben an der Fließstrecke abspielt.
Langjährige Zählungen
der Vogelbestände im Verbundsystem am Altmain belegen, dass die Anzahl
der Wintergäste deutlich zugenommen hat. Mehr und mehr Zugvögel
nutzen die Seen für einen Zwischenstopp oder gar als Ausweichquartier.
Die Vielzahl der Tier- und
Pflanzenarten der „Roten Liste” zieht inzwischen zahlreiche Interessensgruppen
an. Studenten verfassen Arbeiten über die wirbellosen Organismen im
Uferbereich, Umweltverbände zählen Vögel, Libellen, Fische
oder Spinnen, und Wanderer genießen die Natur mit offenen Augen und
Ohren. Sie alle verbindet die Faszination an dieser vorbildlich gestalteten
Main-Landschaft aus zweiter Hand. |
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