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Sandmännchen
verwandte
Begriffe: Sandmann, Traumsand
Kurz
vor 19.00 Uhr. Die wichtigste Zeit des Tages. Zumindest für viele
Kinder, die gebannt vor dem Fernsehgerät sitzen und auf das Sandmännchen
warten. Im Schnitt sind es alltäglich 1,5 Millionen Zuschauer, Kinder
und Erwachsene, die der kleine Wicht mit seinen Geschichten erfreut.
Seinen
ersten Auftritt hatte das Sandmännchen am 22. November 1959 auf den
ostdeutschen Fernsehschirmen. Als Ende 1991 mit der Einstellung des Deutschen
Fernsehfunks auch die Beendigung der Sendereihe drohte, ging eine Protestwelle
durch das ganze Land. Mit Erfolg, denn das Sandmännchen ist heute
beliebter denn je. Inzwischen ist die Sendung eine Gemeinschaftsproduktion
von ORB, MDR, NDR und SFB. Und auch im Kinderkanal von ARD und ZDF ist
der Sandmann zu empfangen. Über Satellit und Kabel bundesweit.
Der
Sandmann ist ein Multitalent. Er lenkt Fahrzeuge aller Art aus seinem unerschöpflichen
Fuhrpark, vom Schneepflug bis zum Betonmischer, beherrscht Schlittschuhe
ebenso wie das Skateboard. Er ist ein freundliches Kerlchen mit viel Charme,
was ihn fast zu einer realen Persönlichkeit werden lässt. Mit
seinem Abendgruss - seinen Gute-Nacht-Geschichten – und seinen Freunden
Pittiplatsch „der Liebe“ und Frau Elster hat er in den vergangenen 40 Jahren
Generationen von Kindern viel Wissenswertes vermittelt und gleichzeitig
für einen ruhigen Abendausklang gesorgt. Dabei ist auch das Sandmann-Lied
bis heute unverändert geblieben.
Das
Markenzeichen des Sandmännchens aber ist der Traumsand. Reiben
Kinder am Abend ihre Augen vor Müdigkeit, als wäre Sand hineingekommen,
ist meist von der Mutter zu hören: „der Sandmann kommt“. Das ist an
sich keine leere Redensart, denn sie beruht auf einem physikalischen Hintergrund.
Mit beginnender Müdigkeit werden die Augen trocken, zumal bei Kindern.
An den Augenrändern bilden sich dann kleine trockene Kügelchen,
die gefühlsmässig feinen Sandkörnchen gleichen. Bleibt abschliessend
nur zu hoffen, dass wir noch lange hören werden: „Der Sandmann war
da, höchste Zeit, ins Bett zu gehen“.

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